Zitate aus: Prof. Dr. Hans-Herbert von Arnim,

Die Deutschlandakte,

C. Bertelsmann-Verlag, 3. Aufl. 2008 

 

"Es gibt politische Zustände, deren Untragbarkeit alle einsehen und die doch niemand glaubt ändern zu können, weil die Betroffenen jede Reform blockieren. Der unsinnige Zuschnitt der deutschen Bundesländer ist ein fatales Beispiel für eine solche Lähmung.

 

Der Zuschnitt der Bundesländer ist das Ergebnis der Besatzungszonen, die die alliierten Siegermächte 1945 errichtet hatten. Die offensichtlich willkürliche Gliederung war aber nur als vorläufig gedacht und von Anfang an auf Revision angelegt. Deshalb beauftragten die Militärregierungen die Ministerpräsidenten schon in ihren Frankfurter Dokumenten von 1948, die Grenzen der westdeutschen Länder noch vor ihrer Zusammenführung zu einem westdeutschen Teilstaat neu festzulegen und ausgewogene Strukturen zu schaffen. Die

Ministerpräsidenten konnten sich aber schon damals nicht einigen."  (Seite 211)

 

"Mit Ausnahme der gesondert in Art. 118 GG vorgesehenen Neuregelung im Südwesten, mit der 1952 die Länder Württemberg-Baden (US-Zone) sowie Württemberg-Hohenzollern und (Süd-)Baden (französische Zone) zu Baden-Württemberg verschmolzen wurden, blieb das Vorhaben 'Neugliederung der Bundesländer' auch dieses Mal hoffnungslos stecken - ein klassisches Beispiel von Politikversagen." (Seite 212)

 

"Angesichts des Versagens der Politik bleibt für eine durchgreifende Neuordnung wohl nur der Weg des Art. 146 GG, also der Erlass einer neuen Verfassung (siehe S. 17 f.), die eine volksgewählte verfassunggebende Versammlung ausarbeitet und die das Volk durch Abstimmung annimmt." (Seite 214)  



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