Zitate aus: Nordstaat. Interdisziplinäre Untersuchung zu Chancen und Risiken einer künftigen Zusammenarbeit oder Neugliederung norddeutscher Bundesländer, herausgegeben von Dr. Edzard Schmidt-Jortzig und Dr. Henning Voscherau, Kiel 2006

 

 

Dr. Konrad Lammers, Kosten und Nutzen einer Fusion von Hamburg und Schleswig-Holstein (in: Nordstaat, S. 199):

 

"Mit Hilfe des aufgezeigten negativen Zusammenhanges zwischen Größe eines (Flächen-) Landes und dessen Pro-Kopf-Ausgaben im Bereich der politischen Führung und zentralen Verwaltung (der geschätzten Regressionsgleichung aus Schaubild 4) lassen sich annäherungsweise die Einsparungen quantifizieren, die bei einer Fusion von Schleswig-Holstein und Hamburg möglich erscheinen. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten 2003 zusammen Pro-Kopf-Ausgaben von 269 Euro in diesem Bereich. Bei einem Zusammen-

schluss der beiden Länder würden diese rechnerisch auf 247 Euro sinken können. Bei 4,557 Mio. Einwohnern ergäben sich Einsparungen von 102 Mio. Euro pro Jahr. Dies wären 0,5 % der gesamten berei-nigten Ausgaben, die beide Länder leisten (alle Zahlen für 2003)."

 

 

Dr. Thiess Büttner/Sebastian Hauptmeier, Auswirkungen einer Länderfusion auf die öffentlichen Finanzen am Beispiel von Schleswig-Holstein und Hamburg (in: Nordstaat, S. 229):

 

"Eine Länderfusion von Hamburg und Schleswig-Holstein verspricht

unter anderem Kostenersparnisse, die nach vorliegenden empirischen Untersuchungen bei grob 4% des Budgets (auf Landesebene) anzusetzen sind." (...)

 

"Für die westdeutschen Flächenländer verwenden Büttner, Schwager und Stegarescu einen disaggregierten Ansatz mit detaillierten Schätz-werten für ca. 40 Aufgabenbereiche. Es findet sich ein kleiner aber deutlicher Größeneffekt: die Elastizität der Kosten der Bereitstellung öffentlicher Leistungen auf Landesebene liegt für ein Flächenland mit mittlerer Einwohnerzahl bei 0,96% mit einem (robusten) Standard-fehler von 0,01. Demnach führt die Verdopplung der Landesgröße zu Kosteneinsparungen von 4 %. Bei kleineren Ländern erhöht sich nach den Ergebnissen der Untersuchungen die Elastizität. Daraus lässt sich zum einen schließen, dass schon die mittlere Größe der Flächen-länder für Kosteneffizienz zu klein ist. Zum anderen ergeben sich für die Fusion von Hamburg und Schleswig-Holstein in der Bereitstellung öffentlicher Leistungen Kosteneinsparungen in mindestens der Höhe von 4 %. Demnach wäre die Länderfusion in Norddeutschland, auch die hier diskutierte Fusion von Schleswig-Holstein und Hamburg, schon von der Kostenseite her durchaus vorteilhaft.

 

 

Zitat aus: Thiess Buettner, Robert Schwager, Dan Stegarescu: Agglomeration, Population Size, and the Cost of Providing Public Services: An Empirical Analysis for German States, 2004 

 

"The paper has analyzed the impact of both population size and

population density on the per capita costs of public goods provided by the German states. For this purpose, a framework of per capita expenditures was presented featuring the degree of agglomeration and the size of population as main explanatory variables.

The approach suggested takes account of the level of public services provided, as well as of trends and of specific conditions in

East Germany. This model was estimated separately for about

40 government functions.

 

While the results differ across functions, the aggregated effect of agglomeration on the budget is insignificant. This implies that, in the aggregate, per capita cost of public services are constant, i.e. there is no cost disadvantage for highly urbanized nor for sparsely populated regions. Hence a preferential treatment fo such states in fiscal equaltization schesmes as in Germny cannot be justified by referring to the cost of privdiding public goods.  

 

However, with regard to population size the results suggest that small states have some cost disadvantage. A state with half the average size of 5.9 million inhabitants will have about 4 % higher cost than the average state. Thus, at given state boundaries a preferential treatment of smaller states in the fiscal equalization system seems justifiable. Of course, from an efficiency point of view an alternative option is to rearrange state boundaries."

 

 

 

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