Identität und Fusionsbereitschaft

 

In den vergangenen Jahren sind wiederholt Meinungsumfragen unter der Bezeichnung Thüringen-Monitor bzw. Sachsen-Anhalt-Monitor durchgeführt worden. Diese Umfragen hatten amtlichen Charakter, erfolgten z.B. im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei. 

 

Beim THÜRINGEN-MONITOR 2006 ergaben sich in gültigen Prozenten folgende Werte: Mehr Nachteile bei einer Fusion der drei Länder sahen 47 %, mehr Vorteile 46 %, weder noch 7 % der Befragten.

 

Beim THÜRINGEN-MONITOR 2011 erklärten sich 63 % der Befragten damit einverstanden, dass Thüringen mit einem seiner Nachbarländer zusammengelegt wird. Bei derselben Meinungsumfrage erklärten 56 % der Befragten auf die Frage nach der Identität, dass sie sich in erster Linie als Thüringer fühlen, weniger als Deutsche, Ostdeutsche oder Europäer.    

 

Aus den Mehrheiten sowohl für eine Fusion als auch zur Identitäts-frage geht eindeutig hervor, dass die Fusionsbereitschaft und die Heimatverbundenheit miteinander vereinbar sind. 

 

Nachdem die Fusionsbereitschaft 2011 Resonanz in den Medien auslöste, wurde diese Frage beim THÜRINGEN-MONITOR 2012 nicht wiederholt, nur die Frage nach der Identität. Es erklärten 48 % der Befragten, dass sie sich in erster Linie als Thüringer fühlen.

 

Beim SACHSEN-ANHALT-MONITOR 2007 gab es die Frage nach einer Länderfusion mit Thüringen und Sachsen. Im Süden von Sachsen-Anhalts (Region Saale-Unstrut/Halle) befürworteten 55 % der Befragten das Zusammengehen der drei Länder. In Sachsen-Anhalt insgesamt befürworteten 43 % der Befragten ein derartiges

Zusammengehen, während sich 46 % dagegen aussprachen.

Zugleich erklärten sich 67 % der Befragten stark mit Sachsen-Anhalt verbunden. Identität und Fusionswille sind also kein Widerspruch.

 

Beim SACHSEN-ANHALT-MONITOR wurde nach 2007 nicht mehr nach der Fusionsbereitschaft gefragt, offenbar weil man regierungsseitig das Thema vermeiden wollte. Am 14. Dezember 2012 hat der Magdeburger Landtag über den Sachsen-Anhalt-Monitor beraten.

Die dort vertretene Meinung, aus der Identitätsbekundung sei eine Ablehnung der Länderfusion herzuleiten, ist falsch. Das zeigt die Bejahung sowohl der Verbundenheit mit dem Heimatland als auch einer Länderfusion in Mitteldeutschland durch dieselben Befragten. 

 

Angefügt ist der THÜRINGEN-MONITOR 2011  

(mit dem Ergebnis, dass 63 % für die Fusion Thüringens mit einem Nachbarland sind, auf Seite 57):

thueringenmonitor-2011.pdf
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